Sportlich wurde ab 2002 ein Generationenwechsel bei den Leistungsschwimmern eingeläutet: Mit Katharina Weber und Christoph Clephas gewannen zwei Schwimmer die Vereinsmeisterschaften, die mehr als ein Jahrzehnt jünger als die Sieger des Vorjahres waren. Ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts setzten vor allem die Bombis-Geschwister Nicole und Christian sportliche Akzente.

2002

Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten kehrten 2002 nach über zehn Jahren wieder in den Schwimmverein Willich zurück, um eine neue Synchronschwimmabteilung aufzubauen.

2005

Das 40-jährige Vereinsjubiläum wurde mit einem großen Fest auf der Schwimmmbadwiese und einem Empfang im Gründerzentrum des Stahlwerks Becker gefeiert. Um das Jubiläum besonders zu würdigen, ging die Herbstfahrt der Jugendabteilung nach Berlin, wo der 15. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert wurde. Zum Jahresende 2005 verließen die bisherigen »Zugpferde« der Schwimm- und der Jugendabteilung, Monika Gohr und Günter Cranen, den Verein. Eike Müller übernahm die Schwimmabteilung, die Jugendarbeit wurde fortan maßgeblich von einem Team um Nicole Bombis, Katharina Weber, Christian Bombis und Patrick Paas gestaltet.

2006

Werner Ruland wurde 2006 Trainer der Leistungsgruppe, die er von Grund auf neu formte. Ruland ist bereits im Gründungsjahr Mitglied im Schwimmverein geworden und war in den 70er Jahren mehrmals Vereinsmeister. Gleichzeitig hatte er mehrere Posten im Vorstand inne, unter anderem ein ganzes Jahrzehnt lang das des Jugendwarts. Die Synchronschwimm-Geschwister Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten wurden bei der Willicher Sportlerehrung zur Mannschaft des Jahres 2005 gekürt.

2009

Die Stadt- und Vereinsmeisterschaften fanden ausnahmsweise nicht statt; die Leitung des Willicher Schwimmbades konnte leider keinen freien Termin für den Wettkampf anbieten.

2010

Silke Hohlstein-Terwesten holte bei den Masters-Synchronschwimmweltmeisterschaften in Göteborg den ersten Weltmeistertitel für den Schwimmverein Willich. Einen Tag später setzte sie zusammen mit ihrer Schwester Birte Hohlstein-Janssen sogar noch einen drauf und wurde sensationell Doppelweltmeisterin in der Altersklasse 40–49. Zum Jahresende verließen die Triathleten den Verein in Richtung TV Schiefbahn.

2011

Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten wurden Willicher Mannschaft des Jahres 2010. Bei der Wahl zum/r Sportler/in des Jahres wurde Silke Hohlstein-Terwesten Zweite. Bei den Schwimmern räumte Christian Bombis mit seinem siebten Vereinsmeisterschafts-Sieg die ewige Bestenliste weiter um, bei der Anzahl der Siege liegt nun nur noch Heinz-Hubert Kallen vor ihm. Mit Lisann Flamang wurde zum ersten Mal nach über zwanzig Jahren wieder eine Synchronschwimmerin des Schwimmvereins Willich in die Jugend-Nationalmannschaft berufen. Sie ist damit eine der zwölf besten Synchronschwimmerinnen Deutschlands in ihrer Altersklasse. Entsprechend euphorisch reagierte Trainerin Birte Hohlstein-Janssen, selbst einst als DSV-Kaderathletin erfolgreich: »Wir sind mega irre total stolz!«

2012

Sie können nicht anders: auch 2012 wurden Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten wieder Masters-Synchronschwimmweltmeisterinnen im Doppel der Altersklasse 40–49. Weil er eine Wette gegen die 1LIVE-Radiomoderatoren Olli Briesch und Michael Imhof verloren hatte, musste »1LIVE-Fitnessgott« Nelson Bergenthum eine Synchronschwimm-Kür nachschwimmen – und das ausgerechnet beim Schwimmverein Willich zusammen mit den Synchronschwimm-Weltmeisterinnen Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten. Nelson hatte gewettet, dass die deutsche Olympia-Mannschaft am 7. August drei Goldmedaillen gewinnen würde. Dafür hat es nicht gereicht und so musste Nelson ins warme Wasser der Willicher Bütt und die Siegerkür der russischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen nachschwimmen. Im fertigen Video wurden die grazilen Bewegungen des Synchronschwimm-Neulings und seiner beiden erfahrenen Trainerinnen dann mit dem Originalkommentar der Goldkür unterlegt. Ein großer Spaß auch für Birte Hohlstein-Janssen und ihre Schwester, die aber Wert darauf legen, »dass Synchronschwimmen bei solchen Aktionen nicht veralbert wird,« wie sie den Radiomoderatoren berichteten. Und auch Nelson hat trotz knallgrüner Badekappe und übergroßer Schwimmbrille Respekt für den Sport gewonnen: »Ich war echt platt danach. Es war super, aber auch sehr anstrengend.«

2013

Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten wurden zum dritten Mal Willicher Mannschaft des Jahres. Bei der Wahl zum/r Sportler/in des Jahres wurde Silke Hohlstein-Terwesten Vierte. Philip Greiner-Petter (Jahrgang 1997) stellte beim Kinder- und Nachwuchsschwimmfest des Schwimmvereins Willich am 16. November einen neuen Vereinsrekord über 100 Meter Schmetterling auf. Seine 1:05,54 Minuten waren nochmals eine deutliche Steigerung zu den 1:06,73, mit denen er bereits im September die vorherige, 25 Jahre alte Bestzeit unterboten hatte. Sie stammte von Jens Großmann (Jahrgang 1962), der die 100 Meter am 4. Dezember 1988 in 1:07,7 geschwommen war. Kira Terwesten wurde in den D/C-Kader des Deutschen Schwimmverbands berufen, die Jugend-Nationalmannschaft der Unter-15-Jährigen. Für die erst 13-jährige Kira stellt die Teilnahme am COMEN Cup im Sommer in Griechenland – die Jugendweltmeisterschaft dieser Altersklasse – den absoluten Höhepunkt ihrer Karriere dar. Die Trainingsbedingungen im Willicher Schwimmbad reichen aber nicht ganz aus, um dieses Ziel tatsächlich zu erreichen. Eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit der Trampolin-Abteilung des DJK/VfL Willichs unter Leitung von Christian Stapf hilft deshalb, das Landtraining zu ergänzen. Für mehr Wassertraining muss Kira außerdem bis nach Bochum an den dortigen Olympia-Stützpunkt fahren. Zusätzliche Lehrgänge in Heidelberg finden gleich wochenweise statt, weshalb für das kommende Schulhalbjahr auch Fehltage anstehen. Besonders erfreut ist Kira zusammen mit ihren Eltern und Trainerinnen, dass die Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums volle Unterstützung durch die Schulleitung und die Klassenlehrerin erhalten hat – immerhin war der Sport ja auch der Grund, sich für das weiter entfernte Gymnasium zu entscheiden, um ohne einen Ganztagsbetrieb Schule und Training besser zu koordinieren zu können. Auch Kiras kleine Schwester Leonie Terwesten machte unterdessen von sich reden: sie wurde in den NRW-Kader berufen. So hieß es für Leonie, an einigen Wochenenden in Bochum zu trainieren, das Trainingspensum zu erhöhen und weiter Wettkämpfe und Lehrgänge zu absolvieren. Nachdem sie immer etwas im Schatten der erfolgreichen Schwester stand, genießt sie diesen Erfolg besonders.

2014

Wieder einmal wurden Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten Weltmeisterinnen im Synchronschwimm-Duett der Altersklasse 40 bis 49. Dazu holte Silke Hohlstein-Terwesten im kanadischen Montréal ein Silbermedaille im Solo.

2015

Statt wie üblich mit einem Jahr Pause fanden direkt im Folgejahr der Masters-Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Montréal die 16. FINA World Masters Championships im russischen Kasan statt. Hier nahmen Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten bereits zum zehnten Mal an einer Masters-WM teil und holten seit 2010 durchgehend und damit zum vierten Mal in Folge den Titel im Duett. Auch im Synchronschwimm-Nachwuchs gab es aufregende Neuigkeiten: Mit dem Willicher Nico Janssen wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Schwimmverbands Rhein-Wupper ein Junge in den Bezirkskader berufen. Mit einer großen Feier in der Gaststätte Krücken feierte der Schwimmverein am 30. Oktober seinen 50-jährigen Geburtstag.